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Jules Verne Bücher in der DDR
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... als Einzelbücher und/oder in Lizenzausgaben An dieser Stelle möchte ich das bunte Spektrum von Verne-Büchern die nicht in Editionen eingebunden waren vorstellen. Ergänzt mit Büchern als Lizenzausgaben im In- und Ausland der damaligen Zeit. |
/1/ Vielen Dank an dieser Stelle an Matthias Kenter, der mich auf diese Buchversion aufmerksam machte. |
VERLAG NEUES LEBEN BERLIN Anfang der 50er Jahre übersetzte Walter Gerull-Kardas für den Verlag Neues Leben Berlin (NL) Die Kinder des Kapitäns Grant neu. Diese qualitativ gute Arbeit überlebte Jahrzehnte: Nicht nur in den immer wiederkehrenden Auflagen des Verlages NL, die Übersetzung wurde auch in anderen Verlagen nachgenutzt. Dazu gehört der DIOGENES Verlag Zürich, der die Grundlage 1970 in seiner Reihe Sammlung Klassischer Abenteuer nutzte oder der DEUTSCHE BÜCHERBUND und die angeschlossenen Gruppen im Jahre 1992. Beide Verlage und Editionen stelle ich in meiner Übersicht moderne Editionen von Verne vor. Kommen wir nun zur ersten Auflage dieses Romans bei NL:![]() In
den Einzelausgaben der 50er und 60er Jahre waren die Bücher stets als
Halbleinen gebunden und mit einem Schutzumschlag versehen. Diesen sehen
wir
links außen. Daneben mit dem Steuerrad ist das Buch ohne Umschlag dargestellt. Angaben
zum Buch: 1. Auflage 1.-30. Tausend 1953 im Verlag Neues Leben
Berlin. Mit 836 Seiten incl. einem Nachwort von Wolfgang Bator. Lizenz-Nr. 303
- 305/81/53. Das Buch war mit einem farbigen Schutzumschlag und mit
s/w-Tafeln vom Illustrator Werner Klemke
versehen. Ab der 2. Auflage gab es die Tafeln in Farbe, was auch weiter
unten in der Vortitelei erkennbar ist. Diese Gestaltung galt von der 2. bis zur
9. Auflage, wobei die Bücher einen Umfang von 528 Seiten (542 Seiten
mit Anhang) hatten. Die Buchgröße betrug: 15 x 21 cm. Die 10. Auflage
erschien 1972 im neuen Gewand der großformatigen NL-Serie.
Der Wechsel der Farbgebung ist nachfolgend erkennbar. Links die
Vortitelei der 1. Auflage von 1953 (CF /0518/) und rechts daneben in
Farbei die 4. Auflage von 1956 (CF /0522/).![]() ![]() Aber
nicht nur die schon angesprochenen Übersetzungen wurden weiter verbreitet,
die Bücher wurden auch satzidentisch als Lizenz gedruckt. So gibt es
vom Gebrüder Weiss Verlag Berlin
(Schöneberg, damals noch Berlin-West) das gleiche Buch, nur mit einer
anderen Außengestaltung. Zwar steht eingedruckt der
Vermerk: Schutzumschlag, Einband und Illustration von Werner Klemke,
aber der Schutzumschlag (siehe rechts) und der Einband hat eine völlig
andere künstlerische Handschrift. Dazu gehört auch, dass offenbar für Exportzwecke das Buch im Korpus aus Ganz-Leinen ist. Innen sind die Bücher, selbst in der
Gestaltung und dem Nachwort, identisch. CF /0519/![]() Neben den vorgenannten Angaben im Buch und dem Vermerk "Copyright by Verlag Neues Leben" gibt es keinerlei weitere typische Angaben eines Impressums. Weitere Bücher von Jules Verne als Lizenz von NL bei dem Gebrüder Weiss Verlag stelle ich in meinem Kapitel: einzelne Taschenbücher von Jules Verne und kleinformatige Lizenzausgaben vor.![]() Nach
diesem erfolgreich verlegten Roman, wenn man schon allein von der
Auflagenhöhe ausgeht,wurde in gleichartiger Gestaltung 1956 das Werk
die Reise um die Erde in 80 Tagen von NL nachgeschoben. Im Gegensatz zu dem gerade vorgestellten Buch Die Kinder des Kapitäns Grant
ist das hier gezeigte Buch nicht die Basis der später
entwickelten großformatigen NL-Serie von Verne genommen worden. Die
neue Serie zählt die Auflagen des jetzt vorgestellten Buches nicht
weiter. Die Gestaltung übernahm wieder Werner Klemke, d.h. auch seine Farbtafeln, bestehend aus colorierten Federzeichnungen, gehörten wieder zum Buchschmuck. Angaben zum Buch: 1. Auflage Verlag Neues Leben Berlin 1956. Erscheinungsform wie oben links zu sehen mit Schutzumschlag (Rücken und Vorderseite) und oben rechts der Karton-Korpus mit Leinenrücken. Das Buch hat eine Größe von 14,5 x 22 cm und es hat 204 Seiten. Es ist kein separater Übersetzer angeben, nur der Vermerk: "Dieser Ausgabe liegt eine ältere, überarbeitete Überetzung zugrunde". Wie schon so oft und auch später noch aktuell wurde vermutlich eine alte Weicherausgabe als Grundlage genommen. Impressum meiner vorliegenden Version: 5. Auflage 1970: Lizenz-Nr. 303 (305/150/70); CF /1104/. Das satzidentische Buch incl. gleicher Außengestaltung wurde 1970 für den Verlag Herder KG Freiburg im Breisgau (Bestellnummer 16097) als Lizenz vom Verlag NL gedruckt. In der Vortitelei ist der Vermerk: HERDER FREIBURG BASEL WIEN eingedruckt. ![]() In
einem ganz anderem "Gewande" erschien bei NL im Jahre 1958 der Archipel
in Flammen. Dieses halbleinengebundene Buch in der Größe von 13 x 20,5 cm
erschien mit Schutzumschlag. Es war individuell neu gestaltet, d.h. es war nicht an anderen
Ausgaben stilistisch angelehnt. Dies geschah von Eberhard Binder-Staßfurt. Weitere Angaben zum Buch: Verlag Neues Leben Berlin
1958; 1. Auflage; Lizenz-Nr.: 303(305/11/58); Satz und Druck:
Karl-Marx-Werk Pößneck; 264 Seiten. Bild links: Schutzumschlag
Buchrücken und Ttiel, rechts Leinenrücken mit goldfarbener Aufschrift
auf dem Buchrücken, Deckel aus Karton. CF /2605/.Die 2. Auflage, die 1969 herauskam, erschien in anderer Außengestaltung. Man hatte trotz Auflagenweiterzählung das Buch in die Reihe SPANNEND ERZÄHLT eingebunden. Diese Reihe zählte zu den beliebtesten Jugendbuchreihen der DDR. Sie existierte von 1953 bis 1991 und dabei wurden 229 Bücher verlegt. Das Angebotsspektrum kann man mit klassische und moderne Abenteuergeschichten umreißen. Nach der Rechsnachfolge des Verlages durch den Eulenspiegel Verlag Berlin gab es 2005 und 2006 noch weitere Bücher dieser Reihe, diese sind aber nicht relevant für uns. In der
Reihe SPANNEND ERZÄHLT gab es folgende Jules Verne Ausgaben: Band 47: Mathias Sandorf (1964), Band 61: Die geheimnisvolle Insel (1965), Band 74: Keraban der Starrkopf (1967) und Band 84: Der Archipel in Flammen
(1969). Alle diese Bücher stelle ich hier vor. Von diesen Büchern ging Band 47, 61 und 74 in die großformatige Reihe von NL ein, alle vier aber in die kleinformatige Reihe von NL. Siehe dazu die Verne-Reihen bei NL.
In der kleinformatigen Reihe von NL wurde der Text 1:1 übernommen, die
Illustrationen wurden aber neu von Harri Förster gestaltet. Eine
fortlaufende Nummerierung der Auflagen des Archipels gab es nicht.Kommen wir wieder zum Roman Der Archipel in Flammen in der 2. Auflage: Das 14,5 mal 22 cm große Buch hatten einen identischen Korpus in Halbleinen wie die 1. Auflage, siehe dazu das Bild oben rechts, aber der Buchrücken wurde einfacher gestaltet. Die Gestaltung der Innentitelei war auch einfacher, trotz gleicher Illustrationen von Binder-Staßfurt. Weitere Angaben: 2. Auflage 1969; Lizenz-Nr.: 303(305/115/69); SPANNEND ERZÄHLT Bd. 84; CF /2602/. 1963 erschien bei bei NL Mathias Sandorf
in der Version einer Übersetzung von Pauline Schneider. Dies zeigt der Vermerk "Aus dem Französischem übertragen von Pauline
Schneider, leicht gekürzte Fassung". Manchmal kann man vom
Augenscheinlichen in die Irre geführt werden. Wenn wir uns im
nachfolgenden Buch der DDR-Auflage das Impressum ansehen, besonderuch ab der 2. Auflage, dann
erscheint alles passfähig: Dem Übersetzervermerk war ja zu entnehmen,
dass diese von Pauline Schneider erfolgte. Aha, denkt sich der Leser,
doch mal wieder eine Übersetzung von NL. Aber das ist eine
Fehlinterpretation, denn Pauline Schneider ist Rumänin und sie
übersetzte in ihrem Heimatland seit etwa 1951 literarische Werke aus
dem Russischen in das Deutsche, aber auch einige Werke klassischer
Schriftsteller aus dem Französischen. Weiterhin veröffentlichte sie
eigene Texte in der rumäniendeutschen Zeitschrift Neue Literatur. Die deutschsprachigen Übersetzungen erschienen im Verlag Editura Tineretului Bukarest als Literatur für die deutschsprachige Minderheit in Rumänien.Bild links: Gemeinsame Version der beiden Verlage, hier mit Schutzumschlag, in Rumänien vertrieben (1. Auflage 1963), unten rechts der Vermerk der Zusammenarbeit, eingedruckt oberhalb des Impressums. Und so kam es zur Zusammenarbeit zwischen dem Berliner Verlag Neues Leben und dem Bukarester Verlag Editura Tineretului (Jugendverlag).
Dies war eine typische Form der sozialistischen Kooperation im Ostblock
der 1950er und 1960er Jahre, sie betraf mehrere Publikationen. Hier an
dieser Stelle möchte ich aber nur auf Mathias Sandorf
eingehen. Man teilte man sich die redaktionelle Arbeit, die Übersetzung
oder die grafische Gestaltung, um Werke in beiden Ländern gleichzeitig
oder in abgestimmten Auflagen zu veröffentlichen. Unser Roman ist ein
prominentes Beispiel dieser Verfahrensweise. Er erschien 1963 als
Gemeinschaftsausgabe beider Verlage in einer leicht gekürzten Fassung
mit Illustrationen von Gerhard Goßmann.![]() Diese
Zusammenarbeit ist aber nur in der 1. Auflage erkennbar (siehe oben
rechts). In den Folgeauflagen fehlt diese Erläuterung. Die Innen- und
Außengestaltung ist völlig identisch, bis auf eine Abweichungen
in der DDR-Version. Denn dort gibt es gleicher Lizennummer (!) zwei
Versionen. Es gibt mit der Nummer 303/305/135/63) einmal eine neutrale
Buchversion und einmal eine der Edition SPANNEND ERZÄHLT. Dort wurde
das Logo von SPANNEND ERZÄHLT auf dem Schutzumschlag gedruckt
(siehe oben links) im Vortitel ist noch der Eindruck "Spannend erzählt
Nr. 47“ vorhanden Beide Buchversionen haben 488 Seiten Umfang. Sie sind
mit dem Nachwort "Jules Verne heute" von Wolfgang Bator ergänzt worden.
Nach 1969 übernahm in Rumänien der Kriterion Verlag die Aufgabe,
deutschsprachige Literatur (einschließlich Jules Verne) zu verlegen,
woraufhin sich die Kooperationen von Neues Leben entsprechend
verlagerten. Dazu sind mir aber keine weiteren Details bekannt.Die 1. Auflage 1963 erschien noch neutral, wie weiter oben erwähnt ohne das im Oval gezeigte Label SPANNEND ERZÄHLT. Der Korpus der 1. Auflage sah unter dem Schutzumschlag wie rechts oben dargestellt aus. Die Bindung erfolgte in Halbleinen. In der 2. Auflage 1964 wurde nur noch mit SPANNEND ERZÄHLT gelabelt, denn das Buch war jetzt fix in diese Reihe aufgenommen worden. Zum Erscheinungsbild: Siehe dazu den Schutzumschlag oben links mit dem Logo von SPANNEND ERZÄHLT. ![]() Ohne
Umschlag sah der Halbleinenkorpus wie links zu sehen aus. Angaben zu meinem
Beispielbuch 2. Auflage: Lizenz-Nr.: 303(305/75/64) mit 488 Seiten. Die Bücher hatten auflagenneutral die Größe von 15 x 22 cm. (CF /2707/). Es gab noch eine gesonderte Ausgabe für die BUCHGEMEINSCHAFT DER FREIEN DEUTSCHEN JUGEND IM VERLAG NEUES LEBEN (Dem Vorläufer des 1965 gegründeten BUCHCLUB 65), ebenfalls mit 488 Seiten. Es muss sich um eine Variante der 2. Auflage gehandelt haben, aber die Auflage wurde nicht vermerkt. Zu erkennen ist der Fakt aber am Impressum: 1964 - Alle Rechte für diese Ausgabe beim Verlag Neues Leben Berlin 1963. Lizenz-Nr. 303(305/76/64). Also das 76. Buch des Verlages (so die Zählnummer in der Lizenz) in 1964 im Gegensatz zur 2. Auflage, die das 75. Buch des Jahres war. Weiter oben rechts der Korpus mit dem markanten Schriftzug Jules Verne an der linken Kante des leinenen Buchrückens, frontseitig aufgedruckt. ![]() Hier rechts der markante Schutzumschlag dieser Buchclubausgabe. Antiquarisch ist diese Version von Sandorf relativ selten zu finden, aber ein bibliophiler Leckerbissen ist sie nicht. Dieser Kommentar gilt den teilweise abgehobenen Preisen auf dem Buchmarkt. Buchbeispiel rechts: CF /2716/). Die 3. Auflage dieses Buches wurde dann in die großformatige Jules Verne Reihe des Verlags Neues Leben eingebunden. Kommen wir jetzt zu meinem Lieblingsbuch von Jules Verne (nicht die nachgenannten Ausgaben, aber der Roman): Die geheimnisvolle Insel. Auch dieses Buch hat im Verlag NL eine gewisse Metamorphose durchlebt. Die 1. Auflage kam 1965 heraus, diesmal gleich als Band 61 der Reihe SPANNEND ERZÄHLT. Die erste und die zweite Auflage hatte je einen identischen Schutzumschlag und einen Halbleinenkorpus. Die Bücher sahen wie folgt aus: Links unten dargestellt der neutrale Korpus und rechts der gesamte Schutzumschlag der beiden ersten Auflagen. ![]() ![]() Dieser und die Buchillustrationen wurde von dem Künstlerehepaar Horst Bartsch und Hille Blumfeld geschaffen. Angaben zum Buch: 2. Auflage 1966; Lizenz-Nr. 303/67/66); Vermerk: DIeser Ausgabe liegt eine alte Übersetzung zugrunde, die bearbeitet und leicht gekürzt worden ist. Buch mit 468 Seiten und einem Format von 15 x 22 cm. CF /1207/. Die 3. Auflage wurde 1971 verlegt. Alle Inhalte und Gestaltungen waren bis auf die Außengestaltung identisch. Lizenz-Nr.: 303(305/130/71). Dieses Buch hatte keinen separaten Schutzumschlag mehr, die Gestaltung des Außenmotivs wurde direkt auf den Korpus, der als Pappeinband gefertigt wurde, aufgebracht. Daher ist der Unterschied auf Bildern in Angeboten nicht ersichtlich. D.h. man erkennt nicht bei frontseitigen Bildern, ob es ein Schutzumschlag ist oder die späteren Pappdeckel. Der Aufgeklappte Korpus sieht wie der o.g. Schutzumschlag aus. CF /1208/. ![]() Wie auch schon weiter oben beim Achipel in Flammen, gab es im Jahre 1965 auch von Roman Die geheimnisvollen Insel einer Version für den Buchclub 65. Da im Ausgabejahr die Buchgemeinschaft der FDJ
in Buchclub 65 umfirmierte, ist diese Ausgabe jetzt mit dem neuen
Logo versehen worden. Dieses Buch wurde aus den bereits oben
vorgestellten Gestaltungselementen des vorhandenen NL-Buches, nur mit
einem neuen Schutzumschlag (siehe Abb. links) und einem modifiziertem
Korpus "zusammengesetzt". Markant ist der frontseitig auf dem etwas
umlaufenden Leinenrücken aufgedruckte Schriftzug "Jules Verne". Bei
fehlendem Schutzumschlag ist die Ausgabean dem nüchternen Impressum mit
dem Vermerk "Buchclub 65" zu erkennen. Es gibt keine
Auflagenzählnummer. /1/ Auch von den später aufgelegten Editionen Verne-Reihen bei NL (klein- und großformatig) gab es Buchclub 65 - Versionen.
Da sie im Erscheinungsbild den jeweiligen Edtitionsdesign angepasst
wurden, werden sie auf der Seite des vorgenannten Links beschrieben.Die 4. Auflage des Romans Die geheimnisvollen Insel ging in die neue großformatige Reihe des Verlag Neues ein. Siehe auch Illustrierte Vernebuchliste der großformatigen Reihe von NL.![]() Das letzte Buch der Reihe SPANNEND ERZÄHLT bei NL ist der Roman Keraban der Starrkopf den ich hier zeigen möchte.Diese Version wurde wieder "nach einer alten Übersetzung bearbeitet" und das Buch erschien mit der 1. Auflage 1967 als Band 74 der Reihe SPANNEND ERZÄHLT. Das Buch ein Format von 15 x 22 cm bei einem Umfang von 352 Seiten. Weitere Angaben: Illustrationen von Gerhard Goßmann;
Lizenz-Nr.: 303(305/24/67). Zur Gestaltung gehörter ein Schutzumschlag
den ich hier links wiedergebe. Darunter sah der Korpus in Halbleinen wie rechts
dargestellt aus. CF /2401/.Die 2. Auflage ging wieder in die neue großformatige Reihe des Verlag Neues ein. Anfangs noch mit Schutzumschlag und Halbleinenkorpus, der aber für diese Edition dem neuen Erscheinungsbild der Reihe angepasst war. Siehe dazu den o.g. Link zur großformatigen Reihe von NL. HINWEIS zu weiteren Lizenzausgaben: Aus der späteren großformatigen Reihe von NL gab es mehrere, teilweise auch unter anderen Titeln erschienene Lizenzausgaben beim Verlag Herder KG Freiburg im Breisgau. Diese werden in der Bilderliste der Eidtion unter Illustrierte Vernebuchliste der großformatigen Reihe von NL vorgestellt. Sie werden hier nicht bei den Einzelausgaben beschrieben.VERLAG TRIBÜNE BERLIN ![]() Im Jahre 1956 verlegte der Verlag Tribüne Berlin den Roman Die geheimnisvolle Insel
in Eigenregie. Dieses in Leinen gebundene Buch mit immerhin 560 Seiten
basiert auf einer im Jahre 1904 erschienenen Ausgabe in der Bearbeitung
von Ursula Langspach. Die Basis der Bearbeitung war eine Vorlage aus
dem Weichert-Verlag. Angaben zum Buch: Verlag Tribüne Berlin 1956;
Links der
Leineneinband, rechts der Schutzumschlag. Gestaltung Außen und Vorsatz:
Wolfgang Brock (Der
Vorsatz ist eine recht frei gestaltete Karte, die ich auf meiner Seite Die Heimnisvolle Insel - Versuch einer Rekonstruktion - Kartenmaterial dargestellt
habe); Illustrationen Harri Förster; Lizenz-Nr. III-9-2 181 390/17/56 -
Bv 465-856; Buchgröße: 13,5 x 20,5 cm; CF /1205/![]() KINDERBUCHVERLAG BERLINKommen wir nun zum Kinder- buchverlag Berlin. Dieser verlegte in den 50er und 60er Jahren mehrere kleinformatigere attraktive Jules-Verne-Bücher. Hier meine Beispiele: Rechts: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von 1953. Mittig der Schutzumschlag (Rücken und Frontseite) und rechts daneben der halbleinengebundene Korpus mit dem Titelbild. Angaben zum Buch: Der Kinderbuchverlag Berlin 1955 (2. Auflage) mit Schutzumschlag, Einband und Illustrationen von Alfred Will. Buch nach einer Vorlage von 1901, neu bearbeitet (Vorlage ist nicht identifizierbar, vermutlich Weichert); Lizenz-Nr. 304-270/184/55; Bestellnummer 3207; 208 Seiten; Format 15 x 21 cm; CF /0305/ Dieses Buch wurde satzidentisch vom Kinderbuchverlag Berlin für den Verlag Edition Pan aus Düsseldorf im Jahre 1954 als Lizenzausgabe gedruckt. Das Erscheinungsbild beider Ausgaben ist ist völlig identisch. ![]() Im gleichen Jahr folgte Von der Erde zum Mond,
ebenfalls wieder mit Illustrationen von Alfred Will. Ganz Rechts zeige
ich den Rücken und den Titel des Schutzumschlages. links daneben den
Halbleinenkorpus. Zum Buch: Die 1. Auflage kam 1953 heraus, hier die 2.
Auflage (31. bis 40. Tausend) von 1955. Lizenz-Nr. 304/270/125/55.
Format wie
oben.CF /0402/ 1958 erschien eine schön gestaltete Ausgabe des Romans Ein Kapitän von 15 Jahren. Das Werk wurde übersetzt und Bearbeitet von Ruth Gerull-Kardas. Die Illustration waren von Eberhard Binder.
Was auffällt bei den Büchern: Der Kinderbuchverlag legte großen Wert
auf die Gestaltung der Bücher, die man berechtigt als Buchschmuck
bezeichnen kann. Das beginnt beim Schutzumschlag der meist
großformatige, vom Titel bis zur Rückseite gehende Zeichnungen
enthält, passenden Vorsatzillustrationen und schön gestalteten
Kapitel-Anfängen.![]() Rechts
dargestellt zeige ich die 1. Auflage von 1958, wieder rechts außen
Rücken und Titelseite des Schutzumschlages, links daneben der darunter
liegende Halleinenkorpus. Weitere Angaben zum Buch: Lizenznummer:
304-270/37/58; Satz und Druck Karl.Marx-Werk Pößneck; 250 Seiten;
Buchgröße: 15,5 x 22 cm; CF /1704/ Im Jahre 1961 kam dann im Kinder- buchverlag Berlin der zweite Teil der Mondsaga Die Reise um den Mond
heraus. Die Textvorlage ist nicht ersichtlich, nur der Vermerk
"Fachliche Beratung und Nachwort: Herbert Pfaffe" ist eingedruckt.
Links dargestellt der Halbleinenkorpus, ob es einen Schutzumschlag gab, ist
mir nicht bekannt. Angaben zum Buch: Der Kinderbuchverlag Berlin;
Lizenznummer: 304-270/48/61; Satz und Druck: VEB Landesdruckerei
Sachsen, Dresden; 1. Auflage; 172 Seiten; Illustrationen kamen wieder
von Eberhard Binder. Format: leicht abweichend von oben 15 x 22 cm; CF /0704/ |
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Copyright © Andreas Fehrmann – 2/2026 letzte Aktualisierung 17. März 2026