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Collection Fehrmann Jules Vernes „Voyages extraordinaires*"Jules Verne - Short Stories (* Dieser Band ist nicht offizieller Bestandteil der VE) |
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Musée des familles Diese Monatszeitschrift „für die
ganze Familie“ wurde zur Zeit des ersten Kontakts von Verne durch den
Journalisten Pitre Chevalier (eigentlich Michel Chevalier)
herausgegeben. Es gibt Vermutungen, dass er durch seinen Studienfreund
Charles Wallut dort eingeführt wurde. Ähnlich wie das später von QUELLEN: /1/ Pitre-Chevalier: Musée des Familles, Paris – Bureaux de l'Administration rue Saint-Roch 29, Sammelband 1850/51 Bd. 18 Nr. 10 (CF /6734/) /2/ Jules Verne: Michel Strogoff. Moscou - Irkoutsk bei Pierre-Jules Hetzel, Paris im Rahmen Les Voyages Extraordinaires, Ausgabe 1880 mit 370 Seiten inklusive der Kurzgeschichte Ein Drama in Mexiko (CF /1405/); Bildzitat von Seite 345 /3/ Zeitung des Jules Verne Clubs: Nautilus Nr. 11/12 (Doppelausgabe) Oktober 2007; 80 Seiten; Beitrag v. B. Krauth: Erster Verne-Text in deutscher Sprache Seite 63 ff. (CF /6745/) Unten:
A. Weichert Verlag Berlin, ca. 1925, Serie Meisterromane der Weltliteratur Band
140 (306 Seiten),
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Die Urfassung dieser Kurzgeschichte wurde von Jules Verne bis 1851 unter dem Titel: L'Amérique du Sud. Études historiques. Les premiers navires de la marine mexicaine geschrieben und wurde dann im Juli 1851 im Musée des familles, Bd. 18 Nr. 10 S. 304-312 erstveröffentlicht. Für Hintergrundinformationen bzw. Erläuterungen zum Musée des familles bitte ich die Hinweise links am Rand zu lesen. Rechts eine bildliche Wiedergabe eines Teils der Seite 304 /1/. Die Kurzgeschichte hatte fünf Kapitel und insgesamt drei Illustrationen von E. Forest und A. de Bar. Diese sind später nicht weiter genutzt worden. Bis zu dieser Zeit waren die
Schreibversuche Vernes voll auf Theaterstücke fokussiert. Siehe dazu
auch meine Seite Später
erfolgte dann eine Überarbeitung und die Kurzgeschichte wurde als
Anhang der VE 14 Ein Drama in Mexiko oder: Wie die Republik Mexiko zu ihren ersten beiden Kriegsschiffen kam
Aber diese Reise scheint unter keinem glücklichen Stern zu stehen. So kommt es beinahe zu einem Unfall mit einer Giftschlange, dann ist die Quelle versiegt die eigentlich zur Wasserbevorratung genutzt werden sollte und schließlich werden während einer Rast die beiden Pferde von einer abgehenden Steinlawine erschlagen. Die abergläubischen Schurken sehen das als ein schlechtes Vorzeichen an. Besonders Martinez steigert sich fast in den Wahnsinn. Als sie dann ausgehungert und mitten in der Nacht im Hochgebirge von einem Gewitterregen überrascht werden, meuchelt Martinez seinen Kumpan José mit dem Messer nieder um den unbeliebten Augenzeugen der Meuterei los zu werden. Wie von Furien gehetzt, den Weg nur von Blitzeinschlägen erhellt, kommt Martinez an eine Felsenschlucht, in der ganz unten ein wilder Fluss braust. Eine schwankende Brücke aus Agave-Stricken überspannt die Tiefe. Laut schreiend versucht Martinez die Brücke zu überwinden. Doch am anderen Ende steht Pablo – Martinez weicht zurück – doch der Weg ist abgeschnitten, den Zugang versperrt auf dieser Seite Jacopo. Ihm zurufend, dass er Mord und Verrat begangen hat, kappen die Beiden die Seile …. Und die beiden Kriegsschiffe? Die sind der mexikanischen Regierung sozusagen in den „Schoß gefallen“. Der Aufmerksame Leser dieser Kurzgeschichte wird im Aufbau und in der Stilistik vieles wieder finden, was auch in den späteren Romanen Vernes immer wieder zum Standard gehört: Die deutliche Trennung von Gut und Böse, die unumgängliche Beschreibung des Lebensraumes und der Natur an den Schauplätzen und – auch hier schon zu lesen: Der „belehrende Teil“, d.h. der mehr oder weniger geschickte Einbau von Passagen die der Vermittlung von Hintergrundwissen dienen. Hier im „Drama in Mexiko“ zum Beispiel durch eine halbseitige Erklärung der Mischrassen der mexikanischen Bevölkerung, die José in den Mund gelegt wurde. Die erste deutschsprachige Veröffentlichung Wie in /3/ ausführlich dargestellt,
gingen einige Veröffentlichungen von Jules Verne im deutschsprachigen
Raum recht eigenwillige Wege. Wolfgang Thadewald, der neben
Buchpublikationen vor allem auch Periodika umfangreich auswertete, hat
mit fast kriminalistischen Spürsinn die früheste deutschsprachige
Publikation von Verne gefunden: Es ist die Kurzgeschichte Die Lianenbrücke,
die 1857 im Stuttgarter Familienmagazin Die illustrierte Welt
im Verlag Eduard Hallberger veröffentlicht wurde. Das diese Geschichte
als Verne-Publikation erkannt wurde, zeigt den Scharfsinn Thadewalds,
wurde doch der Autor anonymisiert und der Titel L'Amérique du Sud. Études
historiques. Les premiers navires de la marine mexicaine
wurde in Die
Lianenbrücke umgetauft. Es handelte sich
auch nicht um eine exakte Wiedergabe des französischen Originals. Der
„Übersetzer“ hatte schon kurz nach den ersten Kapiteln seine Arbeit
vereinfacht, in dem er weitere Kapitel lieber nacherzählte, als exakt
zu arbeiten.
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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. Dargestellte Bücher sind Beispiele daraus. |
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© Andreas Fehrmann 10/00, letze Aktualisierung 21. September 2012