Collection Fehrmann

Jules Vernes „Voyages extraordinaires"

- Band VE 24: Keraban der Starrkopf -

VERFILMUNGEN

© Film und Szenenbilder: Manfred Durniok Produktion

FILM 1













Szenenbild im Text oben rechts: Keraban legt sich mit der Staatsmacht an; Unten: Amasia und Achmet (© Manfred Durniok Produktion)

Zeichnung im Text: Van Mitten und Keraban (© Fehrmann)

Keraban der Starrkopf: Verfilmung D/China 1996 Animation, Filmtitel: „Kerabans phantastische Reise“

Verleihertitel: „Kerabans phantastische Reise“ Puppentrickfilm, Deutschland / VR China 1996; Ein Manfred Durniok Film; Länge: 80 Minuten; Regie: Manfred Durniok und Zu Hao Hong; Drehbuch: Günter und Sibille Rätz, Manfred Durniok, Chen Gui Bao, Wang Da Wei und Zu Hao Hong

Keraban als Puppentrickfilm!

Na das kann ja etwas werden – so in etwa waren meine ersten Gedanken zum Film. Ich erwartete also eine ziemlich sterile Darstellung einer gestrafften Story, umgesetzt mit Puppen. Aber nach ein paar Minuten hatte ich die Puppen ziemlich verdrängt: Witzige Dialoge, ein aufwendig gestalteter Hintergrund (in jeder Etappe der Reise) und spritzige Szenenwechsel und Schnitte! Und die Geschichte? Sie beinhaltete so ziemlich alles, was man in 80 Film-Minuten unterbringen kann, es gibt also einen hohen Wiedererkennungsfaktor des Buches.

Wir starten in Konstantinopel, wo wie bekannt die Steuer von 10 Para zum Überqueren des Bosporus erhoben wird (Details könnt ihr im Buch nachlesen...). Um diese zu sparen macht Keraban seine berühmte Umrundung des Schwarzen Meeres. Dazu kommt noch die Hochzeit von Achmet und Amasia, die in zwei Monaten heiraten wollen und die Intrigen der Gegenspieler. Wie im Buch macht sich Keraban mit seinem Freund Van Mitten und den Dienern der beiden auf die Reise von Konstantinopel nach Skutari. Natürlich lehnt auch im Film Keraban die Eisenbahn als neumodisch und entsetzlich ab - in eine Erfindung des Teufels würde er sich nie setzen! Also geht es los mit der Kutsche in Richtung Russland. Dazwischen kommt noch die Entführung Amasias mit ihrer Dienerin und die Odyssee der Reisenden durch das wilde Anatolien. Gerade hier hat der Film eine Dynamik, die ich so noch nicht in Puppentrickfilmen erlebt habe. Und wenn dann in einer wilden Schießerei (bei der man sogar die Schusswirkung erkennt) im Ergebnis auch noch Verletzte zurückbleiben, dann wirkt das Ganze ziemlich authentisch. Den Rest der Geschichte werden ihr bestimmt kennen ...

Um es Kurz zu machen: Ein Film für jüngere Zuschauer, bei dem Vati und Mutti ruhig mal mit hinsehen sollten – viel Spaß also!

Buch

Keraban der Starrkopf

Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen.

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