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Collection Fehrmann Jules Vernes „Voyages extraordinaires"- Band VE 12: Die geheimnisvolle Insel - VERFILMUNGEN Bildmaterial: © Columbia Pictures Corporation |
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FILM 10
Darsteller: Harding = Richard Crane Pencroft = Marshall Reed Rulu (Merkurianerin) = Karen Randle Bert (Merkurianer) = Ralph Hodges Shard (Kapitän) = Gene Roth Gideon Spilett = Hugh Prosser Nemo = Leonard Penn Ayrton = Terry Frost Moley (Piratenkapitän) = Rusty Wescoatt Neb (nicht Nab) = Bernhard Hamilton
Cliffhanger Serial
Vielleicht eine Vorbemerkung zum Filmformat: Die vorgestellte Filmserie lief in den 50er Jahren in den USA als sogenannte „Cliffhanger Serial“. Was ist darunter zu verstehen? Allgemein handelt es sich um eine Darstellungsweise, in der die Handlung „Kapitel-nach-Kapitel“ vorgestellt wird, die Handlung wird sozusagen „zerhackt“. Der Held oder die Heldin sind bereit, sich einer Gefahr ähnlich des an den Klippen Hängens, sinnbildlich also am Abgrund turnend, auszusetzen. Dieser Effekt wurde meist an das Ende des Filmes gesetzt, um so die Neugier auf die Fortsetzung anzuheizen. Aus dem Stummfilm geboren, gab es dramaturgisch eine klare Trennung von Gut und Böse, wobei die oft maskierten Helden der ersten Darstellungen durchaus bereit waren, die Bösen zu töten. Diesem Format geschuldet haben wir also eine Vielzahl von Kurzepisoden, die damals als Vorfilme im Kino liefen. Zu Beginn jedes Filmes gab es immer einen kurzen Rückblick auf die Vorwoche, sprich dem letzten Teil, und einen Ausblick auf die Folgewoche (…in this theater next week!). Bis in die 60er Jahre gab es ähnliche Formate auch im Fernsehen, bis diese etwas verlängert, von so genannten „daily soaps“ - Endlos-Serien verdrängt wurden.
Hinweis zu den Szenenbildern: Die Szenenbilder habe ich nicht immer exakt den Episoden zugeordnet.
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Die geheimnisvolle Insel: Verfilmung USA 1951 „Mysterious Island“ (15 Teile)
Wenn bei der nachfolgenden Episodenübersicht mein ironischer Unterton überwiegt, dann liegt das daran, das man diesen Film heutzutage nicht so ernst nehmen kann. Er ist inzwischen ein Kulturrelikt geworden.
Teil
1 - „Lost in Space“: Bürgerkrieg in den
Staaten: Der Nordstaatler-Offizier Captain Harding ging auf
Erkundung in das Feindgebiet und wurde von Südstaatlern
gefangen genommen. Diese hatten ihn via Aufklärungsballon
entdeckt. Aber die Gefangenschaft ist nicht so richtig
bedrohlich: Die freundlichen Südstaatler bringen ihre
Gefangenen wie in einem Sanatorium unter. Der Captain kommt zur
Unterkunft in eine Privatvilla, dort lernt er bei dessen
Besitzer den Hund Top kennen. Auf dem Gelände gibt es auch
noch andere „Gefangene“, so wie wir sie aus dem
Roman kennen. Überraschenderweise hat der jetzt auch mit
agierende Nab sogar noch ein Gewehr. Kurz darauf gelang es der
Gruppe, die sich im Gelände sammeln konnte, samt Hund die
Flucht mit dem Ballon einzuleiten. Ganz ohne einen Schuss
konnten sie den Startplatz verlassen, gelangten aber in einen
Orkan. Dieser trieb sie wie gewohnt über den Pazifik und um
den Ballon zu retten, sprang Harding über Bord. Er wurde
von einem mysteriösen Maskenträger aus dem Meer
gerettet (endlich lernte ich den Ideengeber der albernen
Maskierung der
Teil 3 - „Savage Justice!“: Die Wolken verziehen sich – die Opfer scheinen sich entmaterialisiert zu haben. Aber weit gefehlt – man hatte doch noch ein Schlupfloch aus der Falle gefunden. Merke: Eine Serie geht immer weiter…. Inzwischen hat „Cinderella“-Rulu einen Funkspruch erhalten. Zum Glück für alle Zuschauer in verständlichem Englisch. Sie soll sich um die Gelandeten kümmern. Die Gehilfen machen sich auf den Weg… Jetzt folgt eine Reihe Schlag-Abtauschen, die in der Wiedergabe etwas verwirren. Der noch halb bewusstlose Harding wird gefangen genommen, kurz darauf werden die restlichen Ballonbrüchigen von den in der Überzahl agierenden Volcano People bedroht, doch ihr Angriff wird gestoppt – der Unheimliche mit der Maske tauchte auf, für die Bedrängten nicht sichtbar. Gleichzeitig wird Harding von den Entführern wieder freigelassen und der Fremde nimmt ihn auf den Schultern mit. Die anderen Gestrandeten suchen jetzt nach Wasser, sinnvoller Weise gerade dort, wo die Volcano People das Ufer bewachen. Aber man kann sie leicht überwinden, so richtige Krieger scheinen es nicht zu sein. Jetzt wird auch der Hund Top gefunden und der bewachte Harding, der immer noch etwas benebelt ist. Aber ehe die Vier eingreifen können, hat Ayrton schon wieder die Wilden alarmiert und Harding wird erneut verschleppt. Die Vierer-Gruppe trennt sich nun und findet dabei eine geheimnisvolle Kiste. Sie ist voller Waffen! Endlich hat man mal wieder auf die Romanvorlage zurück gegriffen. Die andern suchen Harding. Der soll von den „Bösen“ stranguliert werden, aber seine Freunde sind ja inzwischen bewaffnet. Da stellt sich heraus, dass die Waffen eigentlich nicht gebraucht werden, schließlich hat man in Serien-Western gut ausgebildete „schlagkräftige“ Schauspieler.
Teil 5 - „Trail of the Mystery Man“: Man krabbelt unter den Kisten hervor, Ayrton hat sich verflüchtigt. Wieder werden geheimnisvolle Fußspuren gefunden. Harding will die verborgene Kraft der Insel kennen lernen. Bei der Suche werden sie wieder durch Warnschüsse von den Merkurianern abgeschreckt – man lässt sich verjagen. Die Harding-Gruppe will darauf Kontakt mit den Volcano People aufnehmen. Der Umgang sollte durchaus freundschaftlich sein, aber Ayrton funkt dazwischen. Sein Einfluss auf die Vulkanier schien nicht positiv zu sein. Die Dramatik nimmt zu, denn der Vulkan wird wieder aktiv. Ayrton schafft es wirklich die Volcano People gegen die Gestrandeten aufzuhetzen. Aber sehr kampferprobt scheinen sie nicht zu sein, ein Angriff schlug fehl. Nach dem Getümmel schließt sich Ayrton wieder den Leuten von Captain Harding an. Als Wiedergutmachung soll er Informationen liefern. Was ist hier auf der Insel los? Kann der fremde Geheimnisvolle den Gestrandeten helfen die Insel zu verlassen? Ayrton kennt zwar die Volcano People, hat auch schon den „geheimnisvollen Mann“ gesehen, aber der kommt und geht wie ein Geist. Als Ayrton die Fünf zum Strand führt, nimmt er die Gelegenheit war um sich wieder zu verkrümeln. Aber der Tipp war gut. Man findet wirklich dort einen versteckten Höhleneingang und als sie eintreten, werden sie von dem geheimnisvollen Vermummten mit einer pyrotechnischen Abschreckung empfangen.
Harbert der immer noch bei den Merkurianern ist, versucht den Fremden auszureden, dass es unlautere Absichten der Ballonbrüchigen gibt. Doch nach Szenenwechsel werden die wieder auf der Insel aufgetauchten Piraten wieder aktiv. Man ist ohne Beiboot trotzdem wieder an Land gekommen! Eine Zweiergruppe der Piraten auf Erkundungsgang kann von Hardings Leuten überwältigt und gefesselt werden. Von denen erobern die Vier auch die Waffen. Da die Vulkanier schon lange nicht in Erscheinung traten, kommen sie jetzt in Friedensmission. Ein friedliches Picknick beginnt. Doch die beiden gefesselten Piraten können sich befreien. Sie berichten dem Kapitän über die neue Konstellation. Die Volcano People wollen den Ballonbrüchigen etwas zeigen und führen sie dazu über die Insel. Aber die Piraten folgen ihnen und erschießen einen Vulkanier. Diese denken nun, dass die Freundschaft ein Ende hat, denn sie vermuten das die Ballonbrüchigen ihren Mann erschossen haben. Als sie sich auf diese stürzen wollen, sind aber die Piraten so dumm um eine Schießerei gegen beide Gruppen zu geginnen (Szenenbild links: Die im Film „Natives“ oder „Volcano People“ genannten Einheimischen) Teil 9 - „Shrine of the Silver Board“: Von Hardings Absichten überzeugt, rennen jetzt alle gegen die Piraten. Schon wieder eine Überraschung: Die Vulkanier sprechen auf einmal auch Englisch. Die Schiffbrüchigen sind verblüfft, aber die Erklärung folgt: Ayrton hat es den Eingeborenen beigebracht. Dieser musste sich gerade an anderem Orte von den Fesseln befreien, die er durch die Piraten angelegt bekam (aber die Fesselungen sind auch nicht mehr das was sie mal früher waren - schon die zweite Fesselung in dieser Serie die schief ging…). Alles bereit zur nächsten Verfolgung: Jetzt wird wieder Ayrton von den Piraten verfolgt. Inzwischen gelangen die Vulkanier mit den Guten zu einem von ihnen bewachten Höhleneingang. Dahinter verbirgt sich eine Art Schatzhöhle, in der die Vulkanier Ausrüstungsgegenstände der Außerirdischen gebracht hatten. Sie berichten, dass sie eine Landung beobachtet hatten. Noch während der Erklärung spielen die Ballonfahrer an der Ausrüstung herum und ein „Kommunikator“ schaltet sich ein. Dadurch kann die attraktive Rulu an anderer Stelle das Signal empfangen. Die Merkurier beschließen dem Signal zu folgen uns so erreicht die Gruppe und das „mysteriöse Mädchen“ (wirklich im Film „mysterious girl“ genannt) Hardings Gruppe und zerstört den Kommunikator durch einen Strahlerschuss. Dann beginnt wieder eine der sinnlosen Verfolgungen quer über die Insel. Diesmal rennen die Leute um Captain Harding hinter den Außerirdischen her. Harmlose aber effektvoll rauchende Zerstörungen von Felsteilen folgen. Harbert der nicht sicher von den Außerirdischen verwahrt wurde, wird nach einem Ausflug, diesmal von Ayrton überfallen und gefesselt. Inzwischen lockt Rulu einen Teil der Gruppe quer über die Insel. Harding und einer seiner Mitstreiter werden durch die Druckwelle einer Sprengung der Außerirdischen Strumpfhosen-Spidermänner in eine Schlucht geschleudert.
An dieser Stelle überlegte ich ernsthaft, ob ich mir die anderen Teile auch noch „antun“ wollte… Harding erzählt seine Geschichte der Flucht mit dem Ballon, während Rulu mit ihm friedlich über die Insel schlendert, als wenn es die vorangegangen Verfolgungen nie gegeben hätte. Nächste Szene: Ayrton wird wieder von den Piraten aufgegriffen…. Dieser führt die Gauner zum gefesselten Harbert, während an anderem Ort Pencroff bei den Volcano People inzwischen seinen Chef vermisst. Zurück zu Ayrton: Der ist gemeinsam mit Harbert Gefangener der Piraten. Die Fronten haben sich wieder mal geändert. Also kämpft Ayrton jetzt gemeinsam mit Harbert gegen den Bootsmann der Piraten, der die Beiden bewachen soll. Dabei gerät die Hütte in der sie gefangen waren in Brand. Teil 11 - „Desperate Chances!“: Der Kampf in den Flammen geht weiter, der Pirat entkommt und schließt die beiden in der brennenden Hütte ein. Aber sie können (wie immer) entkommen. Jetzt rennen die anderen Piraten hinter den Flüchtenden her. Schreckschüssen der beiden Spaziergänger (wir erinnern uns: Harding schlendert mit Rulu immer noch über die Insel – Szenenbild rechts: Rulu in einem früheren Filmteil) trennt die Streitenden, aber eigentlich will sich Rulu nicht in die Auseinandersetzungen einmischen. Die Fraktionen sind wieder klar: Wobei sich der treulose Ayrton diesmal auf die Seite der „Guten“ geschlagen hat. Die langweiligen Ideen des Drehbuches können wieder von vorn beginnen. Und schon geht’s wieder los: Harding und Harbert gehen allein durch die Gegend und gleich werden sie von einem Piraten überfallen. Inzwischen meutern die restlichen Piraten und ihr Chef erschießt ein Mitglied seiner Gruppe. Schlichtend stimmt der Piratenkapitän zu, die Insel zu verlassen. Also ab zum Strand! Doch dort beginnt mit den Ballonfahrern eine Prügelei um das Beiboot, denn diese wollen ebenfalls das Boot benutzen. Komischerweise beteiligt sich Harbert nicht an der obligatorischen Prügelei. Warum unterstützt er nicht seine Kameraden? - Im Gegenteil, er macht macht sich in das Inselinnere auf. Der Rest seiner Gruppe fährt zum Schiff hinüber und liefert sich dort eine erneute Prügelei mit der Wachmannschaft. Natürlich kommen immer nur so viel Piraten an Deck, wie jeweils durch Boxhiebe von Hardings Männern niedergestreckt werden können. Völlig unmotiviert hat Ayrton die tolle Idee, die Pulverkammer zu sprengen, was in dieser Phase völlig sinnlos ist (eine fehl interpretierte Anleihe aus der Buchvorlage?)
Teil 13 - „Jungle Deadfall“: Jetzt ist Harbert aus der Hypnose erwacht und die Schüsse gehen nach einem kühnen Sprung der Beiden in's Leere. Das Durcheinander nutzen die Volcano People zu einer Meuterei: Sie greifen aber auch Harbert an, der diese ja gerade noch angetrieben hat. Eine wilde Klopperei „Jeder gegen Jeden“ beginnt. Die Verwirrung nutzend können Harding und Harbert die Höhle verlassen. Draußen finden sie Fußspuren des Mystery Man. Sie folgen diesen, laufen aber dabei fast den Piraten in die Hände. Doch wie immer gehen deren Schüsse in's Leere. Wieder einmal schlechte Piratenausbildung! Bei der wilden Ballerei ohne Treffer werden auch die anderen aus Hardings Gruppe angelockt. Die Kräfte abwägend signalisieren die Piraten Gesprächsbereitschaft. Der Piratenchef will den Ärger vergessen lassen, wenn Hardings Gruppe mit an einem neuen Schiff baut. Ein Merkurianer beobachtete dies und meldete es via Funk zu Rulu. Als diese dann auch noch erfährt, dass auch die Vulcanier noch integriert werden sollen, ergreift sie die Initiative. Mit ihrem Hypnotisierstab macht sie sich den Häuptling der Vulcanier gefügig. Doch Der Piratenchef wird von seinen Leuten verlassen, als er in „Friedensmission“ mit Captain Harding verhandelt. Inzwischen sind Harding und der Ex-Piratenchef unterwegs zu den Eingeborenen. Der Häuptling soll die kommenden Besucher in eine Falle locken. Der Captain und der Kapitän besuchen den Häuptling um ihn für ihre Sache zu überzeugen. Nach draußen geführt kommen sie in einen Hinterhalt. Eine Baumfalle schlägt zu.
Teil 15 - „The Last of Mysterious Island!”: Aber diesmal passiert was in dieser Serie: Nur Harding kann sich wieder aufrappeln, den Piratenchef hat es erwischt. Jetzt stehen sich die beiden Gruppen, also Irdische und Außerirdische gegenüber. Doch man trennt sich, da Rulu keine Lust zum Kämpfen hat – sie muss ihren Auftrag erfüllen. Aus dem Stützpunkt heraus gibt Rulu ihre Anweisungen. Einige haben vorbereitende Arbeiten auszuführen und einer muss Wache schieben. Er stellt sich aber wieder einmal so dilettantisch an, das Harbert ihn einfach mit einen Faustschlag niederstrecken kann. Was hätten die Merkurianer gemacht, wenn eine ganze Gruppe gekommen wäre? Harbert bedroht Rulu mit der Waffe. Warum streckt er sie nicht gleich nieder? Dann wäre die ganze Bedrohung der Erde erledigt gewesen…. Jetzt rappelt sich die Wache wieder auf und Harbert gerät in ein Handgemenge. Aber man sollte mit Amerikanern nicht boxen, wenn diese Western-Erfahrung haben. Da kommt auch noch Verstärkung durch die restliche Gruppe und sie schnappen sich Rulu und ihrem Stab. Als jetzt die hypnotisierten Volcano People kommen, kann Harbert sie mit dem Stab endlich „neutralisieren“. Die aktive Substanz wird von Nemo dem Stab entnommen und er will sie seiner Apparatur hinzufügen. Doch die gefesselte Rulu ist verschwunden. Die Qualität der Fesselungen hatten wir ja schon ausgewertet. Kurzerhand hat sie im Vulkan atomare Kräfte entfesselt. Nemo lässt die Männer zur Küste flüchten. Dort soll ein Schiff für sie kommen. Er selbst will seine neue Heimat nicht verlassen und er hat noch seine Mission zu erfüllen. Die Ex-Piraten und die Gruppe von Captain Harding steigen auf das Schiff und sie können die Insel noch rechtzeitig verlassen. Die zurückgelassenen Volcano People und die Außerirdischen verschwinden in einer Explosionswolke ...
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Mysterious Island: Verfilmung USA 1951 als 15 teiliges Cliffhanger Serial |
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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. |
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Copyright © Andreas Fehrmann - 08/08, update 22. Februar 2009